rsync und Serverumzug

Vor einer Weile hatte ich das Problem, dass dieser VServer wohl ein Problem mit dem Virtualisierungs-Container hatte. Ich selber habe weder Ahnung von Virtualisierung oder wie das für einen Provider aussieht. Ich versuche aber was von dem zu verstehen was ich gerade vorfinde und für mich sah das nach einem normalen Linux-System aus. Alle Dateien waren für mich intakt. Der Vorschlag des Providers war ernüchternd und sah vor: Neuinstallation und etwas was man nicht gerne hören möchte zumal ich selber keine Probleme gesehen habe und das neue Aufsetzen mich wahrscheinlich wieder Wochen gedauert hätte. Nach etwas Verhandlung habe ich dann kostenfrei einen zweiten Server für ein paar Tage, sagen wir mal mit der IP-Adresse 10.0.0.2, zur Verfügung gestellt bekommen um dahin meine Daten zu sichern. Das war irgendwie so etwas wie ein doppelter Serverumzug. Alter Server auf temporären Server und wieder zurück. So etwas hab ich noch nie gemacht und klingt erst einmal nach einem Alptraum.


Bestandsaufnahme:

  • Server 1 ist Schrott aber Dateien wohl in Ordnung
  • Server 2 ist Jungfräulich und enthält nur ein minimales Debian-Betriebssytem

Zunächst einmal auf dem temporären Server mit:

apt-get install rsync

rsync installieren – irgendwelche Sicherheitseinrichtungen kann man bei diesem ignorieren.
Ein temporäres Verzeichnis wird mit:

mkdir /root/tmp

erstellt.
Ein beherztes Aufrufen auf dem kaputten Server (ggf. vorher auch rsync installieren) von:

rsync -a -v --exclude=/etc/network --exclude=/sys --exclude=/proc --exclude=/dev --stats --progress / root@10.0.0.2:/root/tmp/

und eine Weile warten bis alle Dateien übertragen sind. Nun sollten sich alle Daten auf dem temporären Server befinden. Ausgelassen wurden hierbei nur die Netzwerkeinstellungen /etc/network, das Verzeichnis für die Geräte /dev und die beiden Pseudoverzeichnisse /proc und /sys.

Auf dem kaputten Server wird nun ein minimales Providerimage und anschließend rsync mit apt installiert. Die gesicherten Daten werden nun mit, 10.0.0.1 sei hier jetzt die IP-Adresse, zurück übertragen:

cd  ~root/tmp/
rsync -a -v --progress root@10.0.0.1:/

Ein reboot auf dem jetzt neuen, alten Server sollte nun, bei mir war es so, das Problem erledigen und alle zuvor gestarteten Dienste sollten problemlos laufen.

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